AKTUELL: Farbenklänge (Malkurs)
In diesem Malkurs begegnen sich zwei oder mehr Farben und erschaffen einen
Farbklang.
So wie jede Farbe für sich ihre besonderen Eigenschaften hat, so können wir,
indem wir gezielt Farben miteinander in Beziehung setzen, ganz eigene
Stimmungen schaffen. Wir erforschen, wie wärmende und kühle Farbklänge, wie
Leichtes und Tiefes, Freudiges und Dramatisches durch Farbmischungen und
Zusammentreffen entstehen können..
Die Nass-in-Nass Technik hilft uns dabei, ganz in das Spiel mit den Farben
einzutauchen.
10x donnerstags von 9.30 h – 11.30 h,
21.1. – 29.4.2010
Kosten: 180 EUR. incl. Material
Ort: Räume für Kunst und Therapie e.V.
Sternwaldstraße. 6a Freiburg
Anmeldung: Anja Kostka, Tel.: 07641/935067 oder
anjakostka@gmx.de
VITA und „künstlerische Position“:
Ich bin 1960 bei Düsseldorf geboren.
Mein Vater war ein passionierter Galeriebesucher, ein nicht zu
unterschätzender Einfluss, denn er setzte mich schon in jungen Jahren den
Kunstwerken seiner Lieblingsexpressionisten aus. Ich glaube, diesem
„Training“ verdanke ich meine eigene Leidenschaft für Farben und die
Sehnsucht sie auch zu benutzen. Schon als Kind stürzte ich mich gleich nach
jedem Ausstellungsbesuch auf meinen Malblock.
Durch die „Anwesenheit“ von Gaugin, Klee, Kirchner, auch Miro, Matisse und
Monet in meinem Elternhaus lernte ich und mir war immer, als „wüsste“ ich
etwas, etwas, das wahr ist. Die Sehnsucht, in der Kunst wahrhaftig zu sein,
so wie es diese Maler in ihren Bildern ausgedrückt haben, erlebe ich auch in
mir. Gleichzeitig wollte ich mit Menschen zu tun haben und mehr über unsere
inneren Beweggründe erfahren. Deshalb wählte ich für mich die Ausbildung zur
Kunsttherapeutin.
1983 – 1987 Studium an der Freien Kunststudienstätte Ottersberg bei Bremen,
Abschluss als Kunsttherapeutin (FH) auf der Grundlage einer handwerklich
fundierten künstlerischen Ausbildung, mit Schwerpunkt Malerei.
Ah, die Malerei! Könnte man Farben essen, ich würde mir Mohnrot, Pink,
Dottergelb, Türkis und Frühlingsgrün auf den Teller legen! So bin ich zwar
auch eine passionierte Köchin geworden, aber die sinnliche Wirkung der
Farbe, das unmittelbar zu mir Sprechende, das Wahre, das uns so
selbstverständliche und doch so wunderbare der FARBE erfahrbar machen, das
will ich in meinen Bildern.
So habe ich mich entschlossen, vor allem frei künstlerisch zu arbeiten.
Ausstellungen u.a.:
Cafe Piano, Bremen
Galerie des Westens, Bremen
Galerie Drei A, Hamburg
Ausstellungsbeteiligung Niedersächsischer Kunstpreis Hannover
Vertrieb meiner Bilder über Galerie Meissner, Hamburg
Auftragsarbeit u.a. für „Condor“, Ärzte und Heilpraktiker, Privatkunden,
Mal- und Zeichenkurse
ZPE Cafe, Emmendingen
Ausstellungsbeteiligung Rathaus Emmendingen zu „Eva und Borchert“
Der maltherapeutische Teil meiner Ausbildung, der im Kontext der Farblehre
Goethes lebt und die individuellen Wirkungen und objektiven Eigenschaften
der Farben erforscht, kommt mir in meiner Arbeit sehr zugute. Ich liebe es,
meinen künstlerischen Stil mit meinem Einfühlungsvermögen zu kombinieren und
mich auf die Erfordernisse eines Raumes mit seiner bestimmten Funktion oder
auf einen Menschen mit seinen Wünschen einzustimmen und für sie Bilder zu
erschaffen.
Wie entsteht meine Kunst?
Meine künstlerische praktische Arbeit erfährt viele Unterbrechungen.
Ich bin auch Ehefrau und Mutter, beides nicht nur nebenher, genauso wenig,
wie meine Kunst nebenbei gelebt werden kann.
Der Werdegang als Künstlerin ist für mich auch immer gekoppelt an die
Entwicklung des „Mensch-Seins“. Kaum etwas verhilft mir mehr zu wachsender
Authentizität, als das bewusste Leben mit Kindern, das Erleben ihrer
Unschuld und Unmittelbaren im Jetzt sein.
Auch im Malprozess brauche ich diese aufmerksame Hinwendung nach außen und
innen. Ich gehe durch diese Welt mit „essenden“ Augen.
Ich sammele Farben und Farbklänge.
Ich gehe und nehme dabei die Formen und Strukturen der Baumrinden und Äste,
der welken Blätter im Herbst auf dem Boden, des Frostes auf dem Kies und der
Gräser im Wind wahr.
Ich fahre und der vorbei gleitende Straßenrand mit einem Ausschnitt der
Landschaft vermischt sich zu einer Farbstimmung, die während des Tages mit
mir mitschwingt.
Im Atelier: welche Geste des Pinsels, welche Bewegung, die im ganzen Körper
gefühlt wird, drückt diesen Moment ,das was sich zeigen möchte, durch mich
jetzt aus? Es hat etwas Kalligraphisches, dieser Anfang eines Bildes.
Welche Energie hat die Farbe, in welcher Form und Dichte drückt sie sich
aus, wenn sie durch meinen inneren Transformationsprozess hindurch gegangen
ist?
Auch die sinnliche Erfahrung der Materialien spielt eine wichtige Rolle. Der
Geruch der Farbe (z. Zt. allerdings das fast geruchslose Acryl; wenn längere
Schaffensperioden möglich sind, auch Ei-Tempera und Öl), die sahnige
Konsistenz der Farbe an den Fingern und das Geräusch des Pinsels, der über
eine raue Leinwand streicht. Das Schneiden und Kleben von bemaltem Papier,
das Brechen von Holzfurnier, das ich bemale und aufklebe. Das Spiel.
Wenn das Streben nach dem eigenen Besten manchmal dazu führt, das die nötige
Freiheit im spielerischen Schaffen und Probieren blockiert wird, dann erlebe
ich dies wie die berühmte Angst vor der weißen Leinwand, bzw. den starken
Wunsch alles wieder zu übermalen, neu anzufangen.
Dann ist ein Prozess gefragt, den einer meiner Lehrer, Paul Pollock,
(Fortbildung in Malerei 2002-2003, Freiburg)
sich durch das Bild „ hindurchlieben“ genannt hat. Scheinbar Misslungenes
anschauen, Fragen stellen, was will sich zeigen, was ist wertvoll, was
bedarf der weiteren Akzentuierung, was möchte sich verbinden? Ein Prozess,
der durchaus auch im
Familienleben (verheiratet seit 1985 mit demselben Mann, 3 Söhne : 1987,
1991, 2003)
und im Teilnehmen am Zeitgeschehen, in unseren menschlichen Beziehungen, für
mich fruchtbar ist.